Ein Crossover von markus giltjes (bobok.com) und stefanie koerner (pheist.net)

Hintergrund

2006 begannen wir, Markus Giltjes und Stefanie Körner, mit der gemeinsamen Arbeit an zwei 60 x 80 cm großen Bildern. Ohne jegliche Vorgabe wurden die Leinwände mehrmals ausgetauscht und abwechselnd bearbeitet - jeder darf alles. Nach Fertigstellung der ersten Bilder war uns klar, dass wir diese Zusammenarbeit produktiv weiterentwickeln können.

Die Leinwände wurden zu »kreativen Schlachtfeldern«, auf denen sich steitsame Dialoge und Kämpfe um die gestalterische »Vorherrschaft« abspielten. Zwei unterschiedliche Auffassungen von Malerei trafen hier aufeinander. Feine und grandios durchgestalte Ansätze wurden durch emotional bestimmte Ausbrüche verstümmelt und aggressive, zutiefst bedrohliche Bildideen durch detailreiche Zeichnungen und Typographie »glattgebügelt«.

Wie erträgt es sich, die eigene Arbeit stark manipuliert bis nahezu komplett übermalt zu sehen, so daß der ursprüngliche Ansatz aufgelöst wurde? Wie schafft man es bloß zu einem guten Ende?

Nach gut zweieinhalb Jahren wurden im Januar 2009 die letzten Arbeiten fertiggestellt.